psychische Störung, bei der die Ausbildung von Wahnideen die wesentliche und oft einzige Auffälligkeit ist.
Ursache: Die Ursache der Paranoia ist unbekannt. Überdurchschnittlich oft sind jedoch Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstruktur (auffällige Haltung mit pessimistischen Vorurteilen, Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen) betroffen.
Befund: Es können verschiedenste Wahnausrichtungen entstehen wie Beziehungswahn, Eifersuchtswahn oder Verfolgungswahn. Ereignisse und Beobachtungen werden im Sinne dieses Wahns interpretiert. Mit zunehmender Schwere der Paranoia werden die Wahnvorstellungen und die davon beeinflussten Verhaltensweisen immer skurriler und damit auch leichter als krankhaft erkennbar.
Behandlung: An Paranoia Leidende halten sich selbst meist nicht für krank und die Behandlung erfolgt deshalb überwiegend auf Veranlassung von Angehörigen. Verordnet werden sowohl geeignete Psychopharmaka als auch eine Psychotherapie. Die Heilungschancen sind umso größer, je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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