tiefste Bewusstlosigkeit, aus welcher der Betroffene durch äußere Reize nicht erweckbar ist. Die dem Koma vorausgehende Bewusstseinstrübung wird Präkoma genannt.
Ursache: Eine Bewusstlosigkeit kann im zentralen Nervensystem selbst begründet sein, wie z. B. bei Schädel-Hirn-Verletzungen, Schlaganfall, Gehirnentzündung oder Hirntumor. Häufig sind aber auch Vergiftungen, Schockzustände oder Stoffwechselentgleisungen für das Koma verantwortlich. So können z. B. ein Diabetes mellitus durch extrem hohe oder niedrige Blutzuckerwerte (diabetisches Koma, hypoglykämisches Koma), ein fortgeschrittenes Nierenversagen(urämisches Koma), eine schwere Lebererkrankung (Leberkoma), eine Schilddrüsenunterfunktion(Myxödomkoma), aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion (thyreotoxische Krise), eine chronische Hypophysenvorderlappenunterfunktion (hypophysäres Koma) oder schwere Störungen im Wasser-Elektrolyt-Haushalt (Koma dyspepticum, gefürchtet v. a. bei Durchfallerkrankungen im Säuglingsalter) in ein Koma münden. Ein Ausfall der Großhirnrinde führt zum Wachkoma (apallisches Syndrom).
Befund: Im Gegensatz zu leichteren Bewusstseinsstörungen ist der Erkrankte weder ansprechbar noch erweckbar. In einem leichten Koma reagiert er noch auf Schmerzreize, bei schwereren Stadien kommt es zum Fehlen von Reflexen, zu Störungen der Pupillenreaktion, der Atmung und des Kreislaufs. Die Glasgow-Koma-Skala (Schädel-Hirn-Trauma) standardisiert den Schweregrad eines Komas.
Behandlung: In der Klinik erfolgt eine intensivmedizinische Therapie, evtl. mit künstlicher Beatmung, wobei die auslösende Grundkrankheit behandelt werden muss. Abhängig vom Schweregrad des Komas nehmen die Betroffenen ihre Umwelt teilweise wahr.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 25.01.2012
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