oberflächliche Pilzinfektion der Haut, die kaum ansteckend ist und normalerweise erst nach der Pubertät auftritt.
Ursache: Erreger ist der Hefepilz Malassezia furfur. Die Kleienpilzflechte tritt v. a. bei reichlicher Schweißproduktion auf, weshalb die Erkrankung vermehrt in feuchtwarmen Klimazonen vorkommt. Außerdem werden Menschen mit Immunschwäche, Diabetes mellitus oder auch Schwangere häufiger befallen.
Befund: In talgdrüsenreichen Hautarealen wie über dem Brustbein und im mittleren Rückenbereich (vordere und hintere Schweißrinne), aber auch an den Schultern treten runde bis ovale, bräunliche oder weißliche Flecken auf, die kleieartig schuppen. Die Diagnose wird anhand des typischen Aussehens, der rötlich-braunen Fluoreszenz unter der Wood-Lampe und einer mikroskopischen Untersuchung von Hautschuppen aus einem betroffenen Hautareal gestellt.
Behandlung: Die Therapie erfolgt äußerlich mit einem Antimykotikum. In besonders hartnäckigen Fällen kann das Antimykotikum auch als Kapsel eingenommen werden. Die Kleienpilzflechte heilt meist folgenlos ab, wobei die entfärbten Hautstellen noch längere Zeit bestehen bleiben. Rückfälle sind möglich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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