bösartige Geschwulst der Gallenblase. Das Gallenblasenkarzinom tritt meist nach dem 70. Lebensjahr auf und betrifft deutlich häufiger Frauen als Männer. Da rund 90 % der Betroffenen gleichzeitig Gallensteine haben, gilt die Gallensteinkrankheit mit chronischer Entzündung der Gallenblase als Ursache. Die Beschwerden sind uncharakteristisch und treten relativ spät auf. Die Betroffenen leiden an schmerzloser, langsam zunehmender Gelbsucht (Courvoisier-Zeichen), Druck- und Völlegefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust. Die Diagnose erfolgt durch Ultraschall, Röntgenkontrastdarstellung, Blutuntersuchungen (auch Tumormarker) und Computertomografie (CT). Die Erkrankung wird meist erst in einem späten Stadium erkannt, was eine heilende Operationsbehandlung sehr erschwert und die Prognose verschlechtert. Im Vordergrund stehen dann lindernde Maßnahmen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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